Beinlängendifferenz Fakt oder Fiktion?
- Chiropraktor:innen der ChiroDynamik
- 15. Juni 2023
- 1 Min. Lesezeit
Egal ob bei Orthopäd:innen, Physiotherapeut:innen, Osteopath:innen oder Chiropraktor:innen vielen Patient:innen wird immer wieder erzählt sie hätten einen Beckenschiefstand und damit einen Beinlängenunterschied.

Das geht sogar schon soweit das es ein Flachwitz geworden ist (sorry an alle diejenigen die streng Religiös sind) Welche Diagnose bekommt Jesus von oben besagten Berufen...... Ein schiefes Kreuz.
Wenn man von Beinlängendifferenz spricht muss man zwischen anatomisch und funktionell unterscheiden.
Der anatomische Beckenschiefstand ist von Geburt an da und bleibt sein ganzes Leben.
Die funktionelle Beinlängendifferenz (das Wort mag ich dafür nicht, da funktionell durch Bewegung heiß, es aber eher multifaktorell heißen sollte) ist ein erworbener Unterschied und hängt von vielen Faktoren ab. Ich klassifiziere Sie mal in interne und externe Faktoren.
Interne Faktoren könne sowas wie das Unterbewusstsein post OP oder Verletzung sein. Externe Faktoren wiederum sind durch alltägliche Gegebenheiten oder Verletzungen die sie erworben haben.
Manchmal ist auch das eigene Empfinden, dass man sich schräg fühlt ausschlaggebend für den Hinweis an einen Heilberufler diesen sich anzunehmen, dieses kann ein Hinweis darauf sein, dass eine Fehlhaltung besteht um eine Verletzung vorzubeugen.
Jetzt aber zur Wissenschaftlichen Seite und warum Beinlängendifferenzen sowohl Fakt als auch Fiktion ist.
90% der Bevölkerung haben ungleich lange Beine, 50% der Bevölkerung haben sogar einen Beinlängenunterschied von >0,5cm.
Wenn Rückenschmerz aber nur 21% der Bevölkerung betreffen, scheint der Fakt Beinlängendifferenz nicht mehr so wichtig.
Also zum Abschluss viele Menschen haben unterschiedlich lange Beine aus vielen gründen, sorgen sie dafür, dass Beschwerden entstehen? Nein oder nur in wenigen fällen!



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